4. Beiratssitzung am 8.5.2026
Die vierte Sitzung des MoDaS-Projektbeirats findet im Mai 2026 statt.
Wir schaffen eine innovative Grundlage, um Mobilitätsdaten in der Mobilitätsplanung gezielt als Mobility Data Story zu nutzen. Dafür kombinieren wir interaktive Visualisierung und digitales Storytelling in einer Mobility Data Story Suite.
Im Fokus steht die Heterogenität der Datenzugriffe. Sie umfasst unterschiedliche Datenquellen, Formate und Strukturen, die im Rahmen des Projekts analysiert werden.
Eine bürgerorientierte Mobilitätsplanung erfordert, dass alle Stakeholder eingebunden sind — politische Entscheidungsträger, Mobilitätsplaner, der öffentliche Verkehr, Mobilitätsberater, Bürgerinnen und Bürger sowie wissenschaftliche Einrichtungen. Grundlage für ihre Entscheidungen sind Daten zur vergangenen, aktuellen und zukünftigen Entwicklung der Mobilität.
Derzeit fehlen ganzheitliche Konzepte für eine problemorientierte Nutzung von Daten. Das liegt an der mangelnden Zugänglichkeit und dem Aufbereitungsgrad der Daten sowie an der unzureichenden Organisation des Datenaustausches.
Mobilitätsdatenerhebungen führen zu großen Datenmengen, während die menschliche Informationsaufnahme auf Zusammenhänge fokussiert. Data Stories schließen diese Lücke. Ihr Ursprung liegt im Datenjournalismus, und sie gewinnen für zahlreiche Branchen an Wert, etwa die Automobilindustrie und die Telekommunikation.
Eine Mobility Data Story verbindet drei Komponenten:
Das Ziel besteht darin, ein gemeinsames Verständnis für Mobilitätsdaten zu schaffen, das alle Zielgruppen einschließt. Dabei geht es nicht nur um Konsistenz in der Interpretation der Daten, sondern auch um eine umfassende und kollaborative Sichtweise auf die komplexen Aspekte der Mobilität — unterstützt durch eine klare und zugängliche Darstellung in Grafiken.
Typische Szenarien beschreiben die Rollen und Handlungsfelder der Stakeholder. Empirische Analysen extrahieren daraus die entscheidungsrelevanten Anforderungen an die Datenzugänge.
Auf dieser Basis soll herausgefunden werden, inwieweit sich aus den Handlungsfeldern der Stakeholder gemeinsame Anforderungen an Datenzugänge und datenbasierte Anwendungen ableiten lassen. Typische Datenverknüpfungen, Auswertungen und intuitive Visualisierungen werden exemplarisch zu leicht zugänglichen Mobility Data Stories aufbereitet. In ihnen verbinden sich die langjährigen Erfahrungen der Stakeholder mit innovativen Möglichkeiten der Datenvisualisierung.
Die entstehenden Mobility Data Stories werden als Vorlagen für weitere Auswertungen in einem Katalog beschrieben. Die fertigen Vorlagen stehen in der MoDaS Suite bereit.
Die Mobility Data Story Suite ist eine gemeinsame Entwicklung der TU Ilmenau, Institut für Medientechnik, und der Fluxguide Ausstellungssysteme GmbH, Wien. Gefördert wird das Projekt durch die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH. Wer im Einzelnen dahintersteht, zeigt die Teamseite.
Die vierte Sitzung des MoDaS-Projektbeirats findet im Mai 2026 statt.